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Spaß am Genuss

Um zu genießen, brauchen wir nicht nur unsere fünf Sinne. Wir müssen auch genussfähig sein. Und Spaß spielt ebenso eine Rolle.

Bereits zum fünften Mal fand vom 11. bis zum 13. Mai das Genuss-Festival im Wiener Stadtpark statt: Top-Köche und Feinkostproduzenten aus ganz Österreich präsentierten exzellente heimische Köstlichkeiten auf höchstem kulinarischen Niveau. „Sich dem Genuss zuzuwenden, sich auf die Dinge zu fokussieren, die einem wesentlich und sinnhaft erscheinen für das persönliche Glück und Wohlbefinden, ist ein klassischer Gegentrend zu den Modernisierungsphasen unserer gesellschaftlichen Weltrealität“, heißt es in der Studie „BuSINNess – Der Wandel der Genusskultur“ des Zukunftsinstituts. Dabei umfasst der Begriff nicht nur Essen und Trinken, sondern greift auch auf andere Bereiche über: von genussbereitenden Freizeitaktivitäten bis hin zur Wellness- und Wohlfühlbranche. Im Verständnis des Zukunftsinstituts ist Genuss somit ein soziokultureller Markttrend.
Der deutsche Soziologe Gerhard Schulze und der Urheber des Begriffs „Erlebnisgesellschaft“ definiert Genuss als eine Einheit aus körperlichen Reaktionen und kognitiven Vorgängen, die der Erlebende als angenehm empfindet. Diese positive Sinnesempfindung ist freilich subjektiv und damit individuell verschieden. Und: Voraussetzung sei, so Jürgen König und Marlies Gruber, in jedem Fall die Genussfähigkeit. Die beiden Ernährungswissen­schaftler untersuchten im Jahr 2010 im Auftrag des Vereins zur Förderung von Ernährungsinformationen forum. ernährung heute das Genussverhalten der Österreicher (500 Probanden zwischen 14 und 69 Jahren). Das Ergebnis war das erste Österreichische Genussbarometer.

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