
Es ist so eine Geschichte mit dem Image. Linz ist ein gutes Beispiel dafür: politisch-historisch, kulturell-ästhetisch und ökologisch über Jahrzehnte zerzaust, ist die oberösterreichische Landeshauptstadt in vielen Bereichen inzwischen längst im Hier und Heute angekommen. Sie präsentiert sich als moderne, junge, grüne Stadt und kann dies mit Daten auch durchaus belegen.
Die verantwortlichen Stadtpolitiker ließen sich glücklicherweise nicht vom Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, so regiert es sich gänzlich ungeniert!“ leiten, sondern sie traten mit viel Engagement an, um das Bild ihrer Stadt mittels Fakten „zurechtzurücken“. Die Fakten sind es längst, das Bild hängt noch immer ein bisschen schief. Aber es spricht sich langsam herum, dass Linz inzwischen auch in puncto Lebensqualität und Umweltbewusstsein deutlich mehr zu bieten hat, als ihm zugetraut wird. Ein kleiner Streifzug durch die zahlreichen Öko-Aktivitäten zeigt ein weitgehend noch unbekanntes Gesicht einer unterschätzten Stadt.
Im Bereich des Klimaschutzes richtet Linz sein Hauptaugenmerk auf das Thema nachhaltige Energienutzung, sagt die Linzer Umweltstadträtin Mag. Eva Schobesberger: „Das Energieeffizienzprogramm 2012 bietet für Linz die Chance, nachhaltig Energie und damit Kosten zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen“. Das Programm wurde als bereichsübergreifende Projektarbeit konzipiert. Sieben Unternehmungen und drei Magistratsdienststellen arbeiten seit rund eineinhalb Jahren an einen konkreten Maßnahmenkatalog zur künftigen Energieeinsparung, Energieeffizienz und nachhaltiger Energieversorgung der Stadt.