Nachhaltig verpackt

Ist Karton umweltfreundlicher als Kunststoff? Oder ist gerade das Gegenteil der Fall? Eine Thematik, an der sich die Geister scheiden. Dabei steckt Nachhaltigkeit ohnehin vor allem in recycelten Verpackungsmaterialien.

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, dass ein spezielles Material bzw. ein Rohstoff eingesetzt oder nicht eingesetzt wird. Auch Produktionsmethoden und Transportwege spielen dabei eine wesentliche Rolle und wie Nachhaltigkeit in einem Unternehmen gelebt wird, konstatiert Thorsten Seufert, CEO der Stäger & Co AG, Hersteller von Kunststoffverpackungen. Seit über vierzig Jahren setzt das Schweizer Unternehmen mit innovativen Ideen Maßstäbe in Verpackung, Verarbeitung und Konfektionierung. Jüngster Beweis: der Green Packaging Star Award für umweltfreundliche Verpackungslösungen, der Stäger im Juni anlässlich der Fachmesse VERPACKUNG Austria 2012 in Wien verliehen wurde. Der Preis zählt mittlerweile zu den renommierten Verpackungswettbewerben Österreichs und wird jedes Jahr vom europaweit tätigen Messeveranstalter easyFairs, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik, der ARA (Altstoff Recycling Austria) und der Fachzeitschrift Kompack überreicht.
Bei dem ausgezeichneten Produkt aus dem Hause Stäger handelt es sich um eine Klarsichtfaltschachtel aus 100 % recyceltem PET für einen Rasierpinsel der dm-Eigenmarke Balea men.
„Balea legt genau so viel Wert auf Nachhaltigkeit wie Stäger, daher haben wir bei diesem Projekt sehr eng zusammengearbeitet. Das Ziel bestand darin, eine nachhaltige Kunststoffverpackung aus Post Consumer Waste zu entwickeln. Selbstverständlich mussten auch die bisherigen Anforderungen, wie beispielsweise der Schutz des Füllgutes, eine gute Transparenz der Folie sowie notwendige technische Eigenschaften, erfüllt werden“, erklärt Seufert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bei der komplett recycelten Folie werden ausschließlich Flakes von Einweg- und Mehrweg-PET-Getränkeflaschen sowie Produktionsabfälle aus eigener Produktion eingesetzt.

Dieser Artikel erschien
November 2012.