Zum Inhalt springen
Aktuelle Seite: Neue Wege zum Ammoniak
Cover von Bio Magazin Neue Wege zum Ammoniak

GRÜNE INNOVATIONEN

Neue Wege zum Ammoniak

An der TU Wien wird aktuell daran geforscht, die Herstellung von Ammoniak auf nachhaltige Beine zu stellen. Damit soll in Zukunft Pflanzendünger auch aus umweltschonender Eigen­produktion kommen.

Ammoniak (NH3), eine gasförmige Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff, ist im Alltag mehr als gegenwärtig: In der Textilindustrie beispielsweise kommt flüssiges Ammoniak bei der Herstellung von Synthetikgewebe oder von Farbstoffen zum Färben der Textilien zum Einsatz. Kosmetikhersteller wiederum setzen es in der Produktion von Haarfärbemitteln ein und auch in Kunststoffen, Reinigungsmitteln sowie als Kältemittel von Kühlschränken und Klimaanlagen ist es zu finden.                                                        

Der überwiegende Teil des Ammoniaks, das als eine der meistproduzierten und wichtigsten Chemikalien gilt – weltweit werden fast 150 Millionen Tonnen Ammoniak pro Jahr hergestellt –, wird allerdings für die Produktion von Kunstdünger benutzt. Und das aus gutem Grund: Pflanzen brauchen den Stickstoff darin für Wachstum und Photosynthese.

 

Herausforderung: Energieverbrauch. Die Ammoniakerzeugung ist jedoch so energieaufwändig, dass die Produktion allein für 1,4 Prozent der weltweiten Kohlenstoffdioxidemissionen und etwa 1 Prozent des globalen Energieverbrauchs verantwortlich ist. Denn Stickstoffatome verbinden sich gerne mit einem anderen Stickstoffatom und bilden als N2 ein sehr stabiles Molekül. Um Ammoniak gewinnen zu können, müssen die Stickstoffmoleküle mit mehreren Hundert Atmosphären Druck und mit mehreren Hundert Grad Celsius aufgebrochen werden. Darüber hinaus wird für die Ammoniaksynthese auch Wasserstoff, für dessen Produktion ebenfalls meist fossile Rohstoffe eingesetzt werden, benötigt. Gleiches gilt schließlich für die Herstellung des Ammoniaks selbst.

Genau da setzen Univ.-Prof. DI Dr. Alexander Opitz, Leiter der Forschungsgruppe Elektro­che­mi­sche Energieumwandlung an der TU Wien, und sein Team mit ihrem Forschungsprojekt „Pflanzen mit Strom füttern“ an.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.
Fuss ...