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Cover von Bio Magazin Mehr als eine Marke

100 JAHRE DEMETER

Mehr als eine Marke

Seit 1924 bewirtschaften Demeter-Landwirte ihre Felder biodynamisch. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Ein Umstand, der bis heute nichts an Bedeutung verloren hat und künftig noch wichtiger werden wird.

Demeter bedeutet einen umfassenden Blick auf Lebensmittel: vom Anbau bis zum Kunden, vom Verzicht auf Pestizide und mehr Tierwohl und einer ständigen Weiterentwicklung. Demeter ist mehr als ein ökologisches Konzept, es ist gelebte Spiritualität, mit einem Fokus auf viel Freiheit und ein wenig Schutz vor dem ökonomischen Druck der herkömmlichen Agrar- und Ernährungsindustrie. Die Mit­glieder sind Vorbilder und wollen sich und andere unterstützen. Gemeinsam ist es ihnen gelungen, eine starke Marke zu schaffen, die den Raum für eine durchaus zukunftsfähige Agrar- und Ernährungskultur bildet.

 

Unternehmergeist, Forschung und Praxis. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise geht auf die Impulse von Rudolf Steiner zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts auch die Waldorfpädagogik und eine anthroposophische Gesundheitslehre initiierte. Abnehmende Fruchtbarkeit und eine schlechtere Qualität der Lebensmittel waren bereits damals der Ausgangspunkt für Steiners Initiative. Während einer Vortragsreihe im schlesischen Schloss Koberwitz gründeten dort anwesende Landwirte einen Versuchsring, den Vorläufer der heutigen Demeter-Organisationen. Dass die Idee gut, richtig und wichtig war, zeigte sich schnell, denn auf die Theorie folgte rasch die Umsetzung: Bereits 1927 verwendeten die Pioniere den Begriff „biologisch-dynamisch“ für die eingesetzten Methoden und ab 1928 kennzeichnete die Demeter-Marke ihre Erzeugnisse.

1957 waren es bereits knapp 100 anerkannte Demeter-Betriebe. In den Siebzigerjahren starte man auch mit der Ausbildung an eigenen biodynamischen Landbauschulen und mit der Lehrlingsausbildung auf Demeter-Höfen. 1978 folgte ein Forschungsinstitut, das FiBL, an dem unter anderem ein Langzeitversuch zeigen soll, was „bio“ im Vergleich zur herkömm­lichen Landwirtschaft kann. Die Forschung wurde bis heute immer weiter ausgebaut, teils auch in Kooperation mit Universitäten.

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