Sie führen Betriebe, arbeiten auf dem Feld und im Stall, entwickeln neue Produkte, vermarkten Lebensmittel direkt, vermitteln Wissen und organisieren gleichzeitig das Familienleben. Bäuerinnen sind aus der Landwirtschaft nicht wegzudenken und trotzdem bleibt ein Teil ihrer Arbeit bis heute wenig sichtbar. Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 rückt sie ins Zentrum. Dabei geht es nicht nur um Anerkennung, sondern auch um handfeste Fragen: Wer besitzt Land? Wer entscheidet am Hof? Wer verfügt über Einkommen? Wer übernimmt unbezahlte Arbeit und wer wird nach außen als Betriebsleiter wahrgenommen?
Für Österreich ist das Thema besonders relevant. 36 Prozent der rund 101.000 landwirtschaftlichen Betriebe werden laut Agrarstrukturerhebung 2023 von Frauen geleitet, weitere zwölf Prozent partnerschaftlich. Gleichzeitig sind Frauen in agrarischen Gremien deutlich weniger stark vertreten.
Wir haben stellvertretend drei vor den Vorhang geholt, die aus der heimischen Bio-Bäuerinnen-Riege nicht wegzudenken sind: Obfrau von BIO AUSTRIA Oberösterreich und Sprecherin von BANG – BIO AUSTRIA Next Generation – Magdalena Barth, BA, Biowinzerin Katharina Gessl und Mag. Barbara Riegler, Biobäuerin und Bundesobfrau BIO AUSTRIA.