Auch wenn die internationale Front im Kampf gegen den Klimawandel bröckelt – Österreich hält an seinem Klimaziel, der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040, fest. Einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren, um dieses Ziel auch tatsächlich zu erreichen, ist die Energiewende. Konkret geht es darum, den Einsatz von fossilen Energieträgern zur Erzeugung von Strom, aber auch Wärme, zugunsten erneuerbarer Energiequellen zu reduzieren. Während die Stromwende bereits in greifbare Nähe gerückt ist – bereits jetzt werden rund drei Viertel des Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Wasser-, Wind- und Sonnenkraft sowie Biomasse erzeugt –, sieht es bei der Wärmewende anders aus. Neben der Industrie kommen dabei auch die Haushalte ins Spiel: Zwar erhöht sich der Anteil nachhaltiger Heizsysteme laufend, doch sind in Österreich fossile Heizsysteme nach wie vor weit verbreitet. Das zeigt sich auch in der Tatsache, dass nur etwas mehr als 40 Prozent des Gesamtenergiebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.
Künftig könnte allerdings wieder mehr Schwung in die Dekarbonisierung kommen: Nachdem die Töpfe der von der ehemaligen schwarz-grünen Regierung gestarteten Sanierungsoffensive bereits 2024 geleert und 2025 nicht mehr gefüllt wurden, stellt die aktuelle Regierung nun doch wieder Fördermittel für Gebäudesanierungen zur Verfügung. Von 2026 bis 2030 stehen jährlich 360 Millionen Euro für den Umstieg von fossilen auf klimafreundliche Heizsysteme sowie die thermisch-energetische Sanierung bereit. Allein heuer sollen nach Schätzungen des Umweltministeriums dadurch rund 30.000 alte Heizungen ersetzt werden. Und das ist auch dringend notwendig: „Ohne Wärmewende wird die Energiewende nicht zu schaffen sein“, ist jedenfalls Ing. Ewald Gärber, Fachberatung Bauen, Wohnen und Energie bei „Die Umweltberatung“, überzeugt.