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Aktuelle Seite: Die Königin des Ayurveda
Cover von Bio Magazin Die Königin des Ayurveda

ASHWAGHANDA

Die Königin des Ayurveda

Im Ayurveda trifft Erfahrungswissen auf Philosophie und Jahrtausende alte Traditionen. Dazu gehört auch das Wissen um die Nutzung von Extrakten der Ashwagandha-Pflanze, die vor allem bei Stress, Angstzuständen und Schlafstörungen helfen soll.

Ayurveda ist eine Lebensphilosophie, die im Wesentlichen den Ausgleich von körperlichen oder seelischen Ungleichgewichten in den Mittelpunkt stellt. Menschentypen werden nach den drei sogenannten „Doshas“ unterschieden und sind mit bestimmten körperlichen und seelischen Stärken und Schwächen ausgestattet, die es auszugleichen gilt. Die Ernährung wird diesen Doshas angepasst und hier spielen Gewürze, Kräuter, Öle und Aromen eine besonders wichtige Rolle für die Gesundheit.

Eine Zutat, die in den letzten Jahren auch in heimischen Naturkostläden und Apotheken Einzug gehalten hat, sind Extrakte der Ashwagandha-Pflanze, eines kleinen immergrünen Strauchs, der in Indien, im Nahen Osten und in Teilen Afrikas wächst und breitete sich mittlerweile bis nach Südeuropa aus.

Ashwagandha hat viele Namen und ist in Europa auch als Schlafbeere, Winterkirsche oder indischer Ginseng bekannt. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet das „Geruch des Pferdes“, weil die Wurzel danach riecht. Nicht die roten Früchte sind die Grundlage für die vielfältigen Gesundheitsanwendungen, sondern die gelbliche Wurzel und die Blätter.

 

Wirkstoffe für mehr Wohlbefinden. Die Wurzeln und Blätter von Ashwagandha enthalten rund 40 verschiedene so-genannte Withanolide. Withanolide sind eine Gruppe von mehr als 300 natürlich vorkommenden chemischen Verbindungen, die hauptsächlich in Pflanzen der Gattung Withania, insbesondere in Withania somnifera – der Ashwagandha-Pflanze – gefunden wurden. Withaferin A aus der Schlafbeere war das erste Withanolid, das im Labor isoliert wurde. In Tierversuchen konnte eine entzündungshemmende Wirkung gezeigt werden. Der Nutzen, den Withanolide für die Pflanze haben, scheint unterschiedlich zu sein: Ein Teil der Stoffe hält Insektenlarven davon ab, die Pflanze zu fressen. Im Labor konnten medizinisch interessante Wirkungen nachgewiesen werden, wie etwa entzündungs­hem­mende, antioxidative, immunmodulatorische und krebsbekämpfende Eigenschaften.

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