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Cover von Bio Magazin Alte Technik, neuer Trend

FERMENTIEREN

Alte Technik, neuer Trend

Fermentation verbindet Genuss, Haltbarmachung und Handwerk auf besonders natürliche Weise. Sauerkraut, Kimchi, Kombucha und Sauerteig erleben nicht nur ein spannendes Comeback in der Bio-Küche, sondern sind auch gesund.

Fermentieren klingt für manche nach Vorratskeller, Steintopf und Omas Küche, für andere nach hippen Gläsern auf der Küchenzeile und trendigen Gastro-Konzepten. Beides stimmt. Denn Fermentation ist einerseits eine uralte Kulturtechnik, andererseits passt sie erstaunlich gut in die Gegenwart. Wer fermentiert, macht Lebensmittel länger haltbar, verändert ihre Textur, vertieft Aromen und nutzt dafür Prozesse, die auf natürlicher mikrobieller Aktivität beruhen.

 

Wenn Mikroorganismen aktiv werden

Im Kern bedeutet Fermentation, dass Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder Hefen Zucker und andere Nährstoffe umbauen. Dabei entstehen Säuren, Gase, Alkohol oder Aromastoffe. Diese Stoffwechselprozesse sorgen dafür, dass ein Kohlkopf zu Sauerkraut, ein Teig zu Sauerteigbrot oder gesüßter Tee zu Kombucha werden kann. Gleichzeitig verändern sich Geschmack, Geruch und Konsistenz oft grundlegend. Aus mild wird säuerlich, aus schlicht wird komplex, aus roher Struktur wird etwas Bekömmlicheres oder zumindest anders Verdauliches.

Bei der Milchsäuregärung setzen Milchsäurebakterien natürliche Zucker in Milchsäure um. Das senkt den pH-Wert und schafft ein Milieu, in dem viele unerwünschte Keime schlechter wachsen. Typische Beispiele sind Sauerkraut, Kimchi, fermentierte Karotten, Gurken oder Rote Rüben. Salz spielt hier eine wichtige Rolle: Es entzieht das Wasser, unterstützt die Bildung der Lake, hemmt unerwünschte Mikroorganismen und begünstigt jene Bakterien, die für eine gelungene Fermentation erwünscht sind. Gerade deshalb sollte man bei erprobten Rezepten die Salzmenge nicht nach Gefühl stark reduzieren.

 

Fermentationen mit Hefen

Hefen vergären Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid. Beim Sauerteig etwa arbeiten Hefen oft gemeinsam mit Milchsäu­re­bakterien. Dadurch geht der Teig nicht nur auf, sondern entwickelt auch sein charakteristisches Aroma und eine feinere, oft länger frisch bleibende Krume.  

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