Wie ist eigentlich die Idee entstanden, eine Tofu-Genussmanufaktur aufzubauen?
Die Idee entstand aus persönlichem Bedarf: Ich lebe vegan, mache viel Sport und suchte eine gute pflanzliche Eiweißquelle. Tofu war naheliegend – geschmacklich hat mich die Supermarktware aber enttäuscht. Also begann ich, selbst Sojamilch zu machen – aus Interesse an Geschmack, Frische und Nachhaltigkeit. Daraus entstand schließlich die Idee, auch Tofu selbst herzustellen.
Wie lange hat es gedauert, bis der erste genussfertige Eigen-Tofu auf dem Teller lag?
Der Anfang war reines Ausprobieren. Nach etwa einem Monat und vielen Fehlversuchen entstand erstmals ein Tofu, der wirklich überzeugt hat.
Der Unterschied zur Supermarktware war sofort deutlich: frischer, feiner und aromatischer. Da war klar, wie viel Potenzial in handwerklich hergestelltem Tofu steckt. So entstand HOFU: Tofu aus Österreich, handgemacht, frisch und mit eigenem kulinarischem Anspruch – nicht als Ersatz, sondern als eigenständiges Lebensmittel.
Tofu wird oft unterschätzt oder als neutral und langweilig wahrgenommen. Was sagen Sie Menschen, die mit Tofu bisher wenig anfangen konnten?
Tofu ist nicht langweilig – man muss nur wissen, wie man ihn zubereitet. Ohne Würze und Idee bleibt er blass, wie viele andere Lebensmittel auch. Seine Stärke ist seine Vielseitigkeit: Tofu nimmt Aromen gut auf, lässt sich braten, grillen, marinieren und sogar süß verarbeiten.
Für Einsteiger reicht oft schon eine einfache Pfanne mit Sojasauce, Gemüse und Gewürzen. Spätestens wenn Tofu außen knusprig und innen zart ist, ändert sich meist der Blick auf ihn.
Woher kommen die Sojabohnen?
Die Bio-Sojabohnen kommen aus dem Süden von Wien, also aus der Region. Kurze Wege, klare Herkunft und regionale Wertschöpfung gehören für mich zum Produkt dazu.