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Aktuelle Seite: Trotzdem süß
Cover von Bio Magazin Trotzdem süß

WENIGER ZUCKER

Trotzdem süß

Zucker macht viele Speisen besonders schmackhaft, tut aber dem Körper nicht gut. Daher greifen wir immer öfter zu zuckerreduzierten oder zuckerfreien Alternativen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten.

Zucker wird in Österreich meist aus der Zuckerrübe gewonnen und ist ein Kohlenhydrat in superreiner Form. Kohlenhydrate sind vom Körper bevorzugte Energielieferanten und machen durchschnittlich rund 50 bis 55 Prozent der täglich zugeführten Energie über die Nahrung aus. Gehirn und Muskulatur beziehen die Energie, die sie brauchen, aus dem Traubenzucker in unserem Blut. Süßwaren (36 %), Fruchtsäfte/Nektare (26 %), Limonaden (12 %) und Backwaren (14 %) sind die Hauptquellen für freie Zucker, also alle zugesetzten Zuckerarten.

Wer gewichtsbedingt auf die Kalorienzufuhr achten möchte, Diabetes gefährdet oder bereits zuckerkrank ist, nimmt dankbar Vorschläge an, Zucker in der Nahrung zu reduzieren, zu vermeiden oder zu ersetzen. Dafür bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Allerdings ist ein Süßungsmittel nur dann „gesund“, wenn es den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel auf keine Hochschaubahn schickt. Starke Schwankungen oder hohe Spiegel fördern chronisch entzündliche Prozesse und damit auch chronische Erkrankungen. Der multifaktorielle Effekt von Übergewicht ist ohnehin bekannt. Einfach ist eine zuckerreduzierte Ernährung aber nicht unbedingt – sie benötigt eine Umstellungsphase und Geduld.

 

Überraschung: Mehr Zucker als gedacht

Jedem ist bewusst, dass Kekse, Schokolade, Softdrinks und Co für eine ordentliche Portion Zucker sorgen. Aber: Was haben Ketchup, Fruchtjoghurt, Packerlsuppe, Essiggurkerl und Würste gemeinsam? Richtig – hier versteckt sich ebenfalls Zucker, mit dem wir nicht rechnen. Auf der Zutatenliste muss der Zucker angeführt werden, aber er ist häufig hinter Begriffen wie Maissirup, Dextrose, Maltodextrin oder Saccharose verborgen. Wer also vermeintlich besonders gesund isst und auf wenig Haushaltszucker setzt, übersieht unter Umständen, was in verarbeiteten Lebensmitteln alles versteckt sein kann. Und schon ist er dahin, der reduzierte Zuckerkonsum. Denn: Zucker hat viele Namen.

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