Die Mobilitätsorganisation VCÖ hat im diesjährigen Bahntest untersucht, welche Faktoren Menschen dazu bewegen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Das Ergebnis zeigt: Viele Fahrgäste haben ihr Mobilitätsverhalten bereits verändert. Sechs von zehn Befragten fahren heute Strecken mit der Bahn, die sie früher mit dem Auto zurückgelegt haben.
Als wichtigste Gründe für den Umstieg nannten die Befragten das Klimaticket, die sinnvoll nutzbare Reisezeit in der Bahn, gestiegene Autokosten sowie Verbesserungen im Bahnangebot. Zugleich zeigt der Bahntest, dass noch deutlich mehr Autofahrten auf die Bahn verlagert werden könnten, wenn Bahnreisen insgesamt schneller wären und Verbindungen häufiger angeboten würden – besonders außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
VCÖ-Experte Michael Schwendinger erklärt dazu, dass Mobilitätsverhalten veränderbar ist, weil viele Menschen bereits mehrere Verkehrsmittel nutzen. Wenn gezielte Maßnahmen mehr Autofahrten auf die Bahn verlagern, entstehen laut Schwendinger mehrere Vorteile: weniger Staus, geringere Abgasbelastung, weniger Unfälle und niedrigere Mobilitätskosten für Haushalte dort, wo gute öffentliche Verbindungen bestehen.
Für den VCÖ-Bahntest wurden österreichweit mehr als 11.200 Fahrgäste in den Zügen von neun Bahnunternehmen befragt. 61 Prozent gaben an, heute Strecken mit der Bahn zu fahren, die sie früher mit dem Auto zurückgelegt haben. Ein Drittel dieser Gruppe hat sogar viele Autofahrten auf die Bahn verlagert.