Genau diese Fragen – und noch viel darüber hinaus – stehen auch im Mittelpunkt der Europäischen Mobilitätswoche, die jährlich Ende September stattfindet. Sie ist die größte Kampagne der Europäischen Kommission für nachhaltige Mobilität und lädt Städte, Gemeinden, Betriebe, Schulen, Vereine und Bürger dazu ein, klimafreundliche Mobilität sichtbar, erlebbar und alltagstauglich zu machen.
Das Motto dazu lautet „Mix and Move! – klimafreundlich mobil“. Es bringt auf den Punkt, worum es geht: Nicht ein Verkehrsmittel allein muss alle Wege lösen. Vielmehr entsteht moderne Mobilität aus einem klugen Mix aus Gehen, Radfahren, öffentlichem Verkehr, Sharing-Angeboten, Fahrgemeinschaften, E-Mobilität sowie neuen lokalen Lösungen.
Für viele Menschen klingt nachhaltige Mobilität zunächst nach Verzicht. Doch in der Praxis zeigt sich, dass kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad erledigt Geld sparen helfen, der Gesundheit guttun und auch dazu beitragen, den eigenen Ort bewusster zu erleben. Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kann die Fahrzeit zum Lesen, Arbeiten oder ganz einfach zum Entspannen nutzen. Angebote für Carsharing, Mitfahrgelegenheiten oder Lastenräder sind auch eine gute Drehscheibe für den sozialen Austausch und machen den Alltag bewältigbar, ohne ein eigenes Fahrzeug zu besitzen.
Genau diese Erfahrung möchte die Europäische Mobilitätswoche ermöglichen. Sie soll keine abstrakte Informationskampagne sein, sondern schlicht eine Einladung zum Ausprobieren. Gemeinden können Straßen temporär autofrei machen, neue Radwege testen, Mobilitätsstationen vorstellen, Schulaktionen organisieren oder Bürger zu Radtouren, Spaziergängen und Mobilitätschecks einladen. Betriebe können zeigen, wie Arbeitswege klimafreundlicher werden. Schulen können Kinder stärken, selbstständig und sicher unterwegs zu sein. Vereine können ältere Menschen beim Umgang mit Bus, Bahn oder digitalen Fahrplänen unterstützen.