Weinreisen gelten in Österreich seit Langem als entspannte, bereichernde Form des Tourismus. Die mehr als 1.000 Kellergassen, aber auch die offenen Türen vieler Winzer machen es einfach, dem Urlaub einen kulinarischen Schwerpunkt zu geben. Die Kombination mit Schmankerln, idyllischer Landschaft und der einen oder anderen Sehenswürdigkeit macht Weinreisen zu einem beliebten Tourismusfaktor. Selbst nicht Alkohol trinkende Begleitpersonen kommen dabei voll auf ihre Kosten. Und Bio-Produzenten ernten dabei ohnehin schon lange Bestnoten.
Im Weinbau versteht sich Bio-Qualität für viele Protagonisten ganz von selbst. Der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger, Herbizide, chemisch-synthetische oder systemisch wirkende Pflanzenschutzmittel oder Dünger sowie genetisch veränderte Organismen, aber auch auf manche technischen Verfahren und Hilfsmittel bei der Weinbereitung gehören zu den Eckpfeilern des Bio-Weinbaus. Ziel ist neben einem hochwertigen Produkt, einem gesunden und fruchtbaren Boden und widerstandsfähigen Pflanzen auch der wichtige Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität im Ökosystem Weingarten.
Laut Österreichischer Wein Marketing GmbH (ÖWM) betrug 2025 die Bio-Weingartenfläche 10.717 Hektar, das sind 25 Prozent der Gesamtrebfläche Österreichs. 1.316 Betriebe bewirtschaften diese Fläche auf durchschnittlich acht Hektar pro Betrieb. „Im internationalen Vergleich zählt Österreich zu den Vorreitern der umweltbewussten Weinproduktion“, heißt es seitens der ÖWM. „Die biologische Wirtschaftsweise ist zwar auf allen Kontinenten vertreten, dennoch beheimaten nur zehn Länder 91 % der biologisch bewirtschafteten Flächen. Trotz seiner geringeren Weinbaufläche liegt Österreich an der Spitze der bedeutenden Weinbau betreibenden Länder weltweit (Stand Februar 2025).“