Dominiert von den imposanten Dolomiten, die sanft in üppige Bergwälder und weite Almen übergehen, schneebedeckte Gletschergipfel in Nachbarschaft zu Weinanbaugebieten und Obstplantagen, romantische Schlösser und trutzige Burgen, eiskalte Gebirgsbäche und geheimnisvolle Bergseen: Südtirol erfüllt diese ihm zugeschriebenen Klischees voll und ganz – und das macht gar nichts, denn es bedeutet, dass die italienische Provinz rund um ihre Hauptstadt Bozen besonders viel zu bieten hat. Der Tourismus weiß das zu schätzen, verzeichnet doch Südtirol konstant beeindruckende Besucherzahlen.
Die Gäste genießen aber nicht nur bewusst, was es zu sehen und zu erleben gibt, sondern auch die kulinarischen Genüsse. Denn Südtirol punktet mit landestypischen Spezialitäten, für die die Qualität gerne hochgehalten wird. Bio ist hier kein Lippenbekenntnis, sondern oftmals gelebte Selbstverständlichkeit. Bekannt sind Südtiroler Äpfel, Speck, Brot oder Kräuter – im Idealfall in Bio-Qualität.
Südtirol, italienisch Alto Adige, zählt nur etwas mehr als eine halbe Million Einwohner, die zu mehr als der Hälfte deutsch, zu einem Fünftel italienisch sowie ladinisch oder weitere Sprachen sprechen. Historisch und kulturell bedingt fühlen sich Österreicher und Südtiroler zumindest „verwandt“. Ein unverkennbarer mediterraner Einfluss macht die Provinz aber dann doch italienischer als österreichisch. Zudem genießt Südtirol ein besonders vorteilhaftes Klima, das ihm eine hohe Sonnenscheindauer, Weinbau und wenig Wind beschert.
Ein schönes Beispiel für Bio-Qualität liefert der Pflegerhof in St. Oswald, Gemeinde Kastelruth. Hier wird seit 1982 biologisch gewirtschaftet, Hauptprodukte sind Bio-Kräuter und Produkte daraus. Auf 20.000 m2 werden mehr als 500 einheimische und exotische Jungpflanzen zum Kauf angeboten: von A wie Ananassalbei bis Z wie Zitronenstrauch.