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Cover von Bio Magazin Österreich nur im EU-Mittelfeld

ELEKTROMOBILITÄT

Österreich nur im EU-Mittelfeld

Neben spritsparendem Fahren und der verstärkten Verlagerung auf Bahn, Bus und Fahrrad, spielen Elektroautos eine wichtige Rolle bei der Reduktion des Spritverbrauchs.

Dennoch zeigt eine aktuelle Analyse der Mobilitätsorganisation VCÖ, dass Österreich beim Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen im EU-Vergleich nur im Mittelfeld liegt und deutlich hinter den Vorreitern zurückbleibt. In den ersten beiden Monaten des Jahres waren in Österreich 20,7 Prozent der neu zugelassenen Pkw Elektroautos. Damit erreicht Österreich im EU-Vergleich lediglich den 11. Platz. Länder wie Finnland mit rund 45 Prozent, Schweden mit über 40 Prozent und Belgien mit 34 Prozent weisen deutlich höhere Anteile auf.

Besonders auffällig ist da Dänemark, das den E-Pkw‑Anteil innerhalb eines Jahres von 68 auf über 82 Prozent steigern konnte. Norwegen hat mit mehr als 97 Prozent Elektroautos bei Neuwagen die Energiewende im Verkehr praktisch umgesetzt. Im Gegensatz dazu stagniert der Anteil in Österreich seit dem Vorjahr bei rund 21 Prozent.

 

Firmenwagen als Schlüssel zur Verkehrswende

Der VCÖ sieht in dieser Entwicklung ein klares Signal für verstärkten Handlungsbedarf. Der hohe Erdölverbrauch des Verkehrs verursacht erhebliche Kosten und macht Österreich stark von Energieimporten abhängig. Um die Energiewende im Verkehr voranzubringen, müsse das Tempo deutlich erhöht werden. Ein zentraler Ansatzpunkt sind dabei Firmenwagen, da rund zwei Drittel aller Neuwagen auf Unternehmen oder andere juristische Personen zugelassen werden.

Der Umstieg auf Elektroautos stellt für Unternehmen eine langfristige Investition dar, die verlässliche Rahmenbedingungen erfordert. Laut VCÖ fehlt es derzeit an Planungs-sicherheit, da politische Entscheidungen in den vergangenen Jahren häufig geändert wurden. Zusätzlich sind steuerliche Regelungen kontraproduktiv: Die private Nutzung von Firmenwagen mit Verbrennungsmotor ist günstiger als bei privat angeschafften Fahrzeugen, und der Sachbezug ist unabhängig von der tatsächlich gefahrenen privaten Strecke.

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