Der Apfel ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 17 bis 21 kg pro Jahr das Lieblingsobst hierzulande. Neun von zehn Österreichern essen wenigstens hin und wieder Äpfel – und nicht nur aus geschmacklichen Gründen. Der Apfel ist ein regionales Produkt, gesund, ganzjährig verfügbar und nachhaltig und wird pur als Snack, Saft, Mus, in diversen Mehlspeisen oder als süße Beigabe zu pikanten Gerichten genossen.
Ein Apfel pro Tag hält den Arzt fern, sagt ein englisches Sprichwort und hat damit nicht ganz unrecht. Äpfel punkten mit einem hohen gesundheitlichen Potenzial. Sie senken den Cholesterinspiegel, tragen zur Osteoporose-Vorsorge bei und sollen sogar Krebs und Asthma entgegenwirken. Sie sind kalorienarm und enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Ihre Ballaststoffe machen sie besonders wertvoll für die Verdauung. Zu den weiteren Inhaltsstoffen gehören Flavonoide, andere polyphenolische Verbindungen und Carotinoide – durchwegs mit hochwertigen gesundheitlichen Effekten. Äpfel wirken antioxidativ und beeinflussen die Signalübertragung zwischen Körperzellen positiv. Auch auf die Alzheimer-Erkrankung, Herz-Kreislauf-Störungen und Diabetes wirkt der Apfelkonsum positiv.
Die meisten gesunden Inhaltsstoffe sind in der Schale enthalten, daher sollten Äpfel, wenn möglich, nicht geschält werden. Die gesundheitlichen Effekte variieren je nach Sorte und Reifegrad. Tendenziell sind alte Sorten gesünder als Neuzüchtungen. Auch die Lagerung sowie die Verarbeitungsart haben Auswirkungen auf die Inhaltsstoffe. Äpfel helfen aber jedenfalls beim Abnehmen – besonders, wenn etwa 15 Minuten vor einer Mahlzeit ein Apfel verzehrt wird –, sie reinigen die Leber, sanieren die Darmflora und sind gut fürs Gehirn.